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23.03.2011 - Sulzbach-Rosenberg, Amberg
Internationale Frauenbegegnung
Internationale Frauenbegegnung
Angeregt und organisiert vom Jugendmigrationsdienst des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands e.V. (CJD) fand ein Begegnungsabend für irakische und russlanddeutsche Frauen in Amberg statt.

Im letzten Jahr sind ca. 30 irakische Familien in Amberg zugezogen. Es sind meist kurdische Jesiden, die aufgrund ihrer christlichen Religion im Irak verfolgt werden. Viele davon besuchen derzeit im Sprach- und Berufsbildungszentrum ISE in Amberg einen Integrationssprachkurs, dabei wird die Gruppe der unter 27 jährigen von Jutta Mändl-Hackl, Dipl. Sozialpädagogin beim Jugendmigrationsdienst des CJD Sulzbach-Rosenberg, sozialpädagogisch begleitet. Sie veranstaltete zusammen mit Astrid Knab den Frauenbegegnungsabend.
Der Einladung folgten über 30 Frauen und 10 Kinder im Alter von 2 Mon. bis 13 Jahre. Bei russischen Kreistänzen und kurdischen Tänzen waren alle mit großer Begeisterung dabei. Die Migrantinnen hatten nationale Spezialitäten aus dem Irak und Russland mitgebracht, beim gemeinsamen Essen tauschten sich die Frauen nicht nur über die Rezepte aus.
Die Irakerinnen hörten mit Interesse zu, als die russlanddeutschen Frauen vom Verein „Brücke“ erzählten, wie lange sie nun schon in Deutschland leben und von ihren Arbeitsstellen berichteten. Die Migration nach Deutschland war für alle ein großer Einschnitt im Leben, eine große Herausforderung, aber nun ist die Integration für diese Frauen gelungen. Das ist für die neuzugewanderten Frauen aus dem Irak ein ermutigendes Vorbild. Gemeinsamkeiten zu entdecken, ähnliche Leidensgeschichten und Sorgen zu teilen, gemeinsam Spaß zu haben, von sich zu erzählen, sind wichtige Erfahrungen, die die Integration positiv beeinflussen können.
Yaroslava Khotenok, Leiterin der Selbsthilfeorganisation „Die Brücke“ aus Sulzbach-Rosenberg berichtete, dass sich die überwiegend russlanddeutschen Frauen 2 x monatlich zu einem Gesprächskreis treffen und ermunterte die irakischen Frauen, auch eine ähnliche Gruppe in Amberg zu bilden.
Die Veranstaltung konnte aufgrund der guten Zusammenarbeit des CJD mit Anne Kuchler vom Caritasverband Amberg im Saal im Caritas-Zentrum durchgeführt werden.
Finanziert wurde der Abend über „Welten verbinden“, Stiftung für aktive Integration des Diakonischen Werkes Bayern e.V.







