Jugendgarten Netur

NETUR. Das steht für einen Mix aus NEtz und NaTUR. Und genau dies und noch vieles mehr wollen wir in unserem Projekt miteinander verbinden. Mit NETUR wollen wir die Integration junger Migranten zwischen 12 und 26 Jahren durch Vernetzung in unserem Zuständigkeitsbereich fördern und aktiv mitgestalten.

Jugendliche aus anderen Ländern bringen unterschiedliche Erfahrungen in verschiedenen Bereichen wie z.B. Umwelt- und Klimaschutz, Reparieren und Wiederverwenden oder im Umgang mit Ressourcen mit.

Viele waren unmittelbar von den Folgen eines mangelnden Umweltschutzes betroffen. Der Austausch von Erfahrungen soll zu partizipativen Mikro-Projekten innerhalb des Projekts führen. Das könnten z.B. sein eine Kleidertauschbörse, ein Tausch-Regal, Ramadama-Aktionen, Upcycling-Workshops oder vieles mehr was Jugendliche betrifft und interessiert. Auch ein "grüner Stammtisch" findet jeden Dienstag von 17 bis 19 Uhr statt.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des "Weltaktionsprogramm als Chance: Bildung für nachhaltige Entwicklung trifft Jugendsozialarbeit" gefördert.

Schulische Hilfen

Hausaufgaben – für viele Schüler sind sie ein tägliches Problem. Nicht so für  die jungen Migranten, die eine Hausaufgabenhilfe besuchen. Seit mehreren Jahren organisiert der CJD Jugendmigrationsdienst an verschiedenen Schulen in Amberg  und Sulzbach-Rosenberg die außerschulische Hausaufgabenhilfe mit Schwerpunkt Deutschförderung für junge Zuwanderer.

Jede Gruppe wird ein- oder zweimal wöchentlich  von 4 bis 7 Schüler besucht. Zur Förderung der Deutschkenntnisse bearbeiten die Schüler nach Erledigung der Hausaufgaben zusätzlich noch Arbeitsblätter.  Sprachspiele zur Stärkung der Ausdrucksfähigkeit runden jeden Nachmittag ab.

Im Schuljahr 2016/2017 werden vier Gruppen an der Luitpold-Mittelschule Amberg, Schwerpunkt sind die Übergangsklassen,  angeboten.

Der Besuch der Gruppe ist für die Schüler kostenlos, die Betreuer erhalten eine Aufwandsentschädigung.

Finanziert wird dieses Angebot über das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.

Zudem erhalten einige Schüler aus weiterführenden Schulen, sowie nach dem Wechsel aus einer Übergangsklasse in eine Regelklasse gezielte Nachhilfe in Fächern wie Deutsch und Englisch. Dies wird finanziert über Spenden an den CJD-Förderverein.

Interkulturelle Filmnacht

Filmnacht

Nachdem die erste interkulturelle Filmnacht im Vorjahr so ein Erfolg war und viele nach einer Wiederholung fragten, gab es am Samstag, dem 25. März eine Neuauflage unter dem Motto „Eindrücke“  – nach bewährtem Konzept :   das Komplettpaket für 20 Euro -  zwei Filme und Büfett im Preis inbegriffen. Dazu eine Pause mit Musik und die Zeit, neue Menschen kennenzulernen.

Zwei Filme – der eine informativ, der andere unterhaltend – hier wurden wir erneut hervorragend beraten von Andi Wörz, dem Besitzer des alten Ring-Kinos in Amberg, der natürlich wieder mit von der Partie war!

"Neuland" hat dokumentarischen Charakter und zeigt  Integrationsprobleme in anderen Ländern.

Er handelt von einem Lehrer in der Schweiz, in dessen Klasse junge Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenländern unterrichtet werden, die in zwei Jahren auf das Leben in einem fremden Land vorbereiten werden soll: Sprache, Landeskunde und Kulturgeschichte. Es geht aber auch darum, traumatisierte Jugendliche auf ihrem Weg in ein besseres Leben zu begleiten.

Lustig, ja geradezu grotesk ist  "Geboren in Absurdistan". Der Film handelt von einem Beamten der Einwanderungsbehörde, der mit seiner Frau in der Türkei nach seinem Kind sucht. Das Neugeborene war im Krankenhaus vertauscht worden mit einem türkischen Kind, dessen Eltern kurz darauf abgeschoben werden.

Internationales Fingerfood – zur Begrüßung konnten syrische Teigtaschen und türkisches Baklava probiert werden, in der Pause zwischen den Filmen gab es dann kulinarische Schmankerln aus aller Herren Länder. Diese waren zum Einen selbst hergestellt von den fast 40 Helfern aus unserem Klientenkreis und Fördervereinsmitgliedern, zum Anderen waren 19 Gastronomie-Betriebe aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg mit ihrem Essen zu Sponsoren der Filmnacht geworden.

Vom Sektempfang bis zum Abschied sorgten Tobi Stöcklmeier und Christian "Pflaume" Weiß für den richtigen Soundtrack des Abends. Diesen Ablauf und die Organisation bewunderte Oberbürgermeister Michael Cerny, der,  wie schon im vergangenen Jahr, gemeinsam mit Landrat Richard Reisinger, die Schirmherrschaft übernommen hatte: "Schon erstaunlich, wie trotz, ich betone trotz, all dieser Menschen alles so reibungslos und selbstverständlich ablaufen kann. Und das ist ein Paradebeispiel - so soll es sein."

Alles in Allem wieder ein gelungener Abend,  die dritte Interkulturelle Filmnacht ist schon geplant. Die Veranstaltung ist sozusagen bereits fest etabliert und soll jedes Jahr stattfinden.